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von welchem aus er rundum das Seeufer überſchauen konnte. Da mehrere Stunden verſtrichen, ohne daß ſich etwas Verdächtiges zeigte, ſo verließ er ſeinen Standpunkt, um ſich dem Weintrinken hinzugeben. Hierdurch fühlte er ſich in eine Gemüthsſtimmung verſetzt, in welcher er mit Verachtung und Sorgloſigkeit den zu erwartenden Schritten des Grafen entgegenſah. Daher geſtattete er den beiden Kindern, ſich frei in den Räumen der Burg und des Burggartens zu bewegen. Dem Burgverwalter, dagegen, welcher ſich über Roloffs Widerſetzlichkeit gegen des Grafen Anordnungen beſorgt ausſprach, entgegnete er, daß er hier allein zu befehlen habe und wegen ſeines bewieſenen Verhaltens nur Lob, ſtatt Tadel, vom Gra⸗ fen erwarte, der wahrſcheinlich nur ſ eines Rendanten Treue und Gehorſam gegen die demſelben früher ertheilten Be⸗ fehle habe auf die Probe ſtellen wollen. Uebrigens er⸗ warte er von dem Burgverwalter unbedingte Unterwer⸗ fung gegen ſeine Anordnungen, die er nöthigenfalls zu erzwingen wiſſen werde. Hierbei zeigte Roloff auf die beiden, in ſeinem Gürtel ſteckenden Doppelpiſtolen und zwar mit einer Miene, welche den Burgverwalter erſchrecken machte.
Plötzlich ertönte in lauten, ſtürmiſchen Schwingun⸗ gen die Glocke am Eiſengitter, und der an ſein Fenſter geeilte Rendant erblickte hinter demſelben den Kahn, in welchem ſich außer Krampus, der Magd und den drei geſtern zurückgewieſenen Männern auch der Graf von Schornburg befand. War es Zufall oder Vorſicht, daß


