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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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meine Hand, die noch immer mit der Büchſenkugel das Weiße im Auge treffen kann.“

Roloff gab ſeinen Worten dadurch Nachdruck, daß er die Mündung einer Büchſe auf den Kahn mit deſſen Inhalte richtete.

„Gut!“ ſagte der angebliche Kunſttiſchler,„wir keh⸗ ren um. Was aber ſollen wir dem gnädigen Herrn Gra⸗ fen von Euch berichten?“

„Daß ich erſt noch mit ihm abrechnen müſſe und wolle, bevor er oder ſonſt Jemand die Schornburg betre⸗ ten dürfe,“ entgegnete Roloff.

Der Kahn fuhr ab und davon.

Der Rendant gedachte erſt, die darauf folgende Nacht wachend und auf ſeiner Hut zuzubringen.

Da er aber den Grafen zu genau kannte, um von ihm ſogleich eine Handlung der Gewaltthätigkeit zu er⸗ warten: ſo begnügte er ſich mit der alleinigen Vorſichts⸗ maaßregel, Primſel neben ſich betten zu laſſen.

Wirklich verſtrich die Nacht, ohne daß irgend etwas gegen die Schornburg unternommen worden wäre. Kram⸗ pus und Anke waren nicht wieder nach der Burg zurück⸗ gekehrt. 3

eehnte Rapitel. Der Fluchtverſuch. Am andern Morgen ſaß Roloff, mit dem Fernrohre in der Hand, auf dem höchſten Punkte der Schornburg 8*