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„Gerade ſo geht mir's auch,“ ſprach Primſel trau⸗ rig.„Aber lieber noch als meinen Papa möchte ich meine Mama bei mir haben. Aber das iſt drollig: wie ich hier⸗ her in dieſe alte, garſtige Burg kam, that mir meine linke Achſel ſehr weh, und an eben der Stelle, wie du, trug ich ein Pflaſter, das ſo häßlich roch. Sieh her, Jonas, noch jetzt trage ich eine dunkle Narbe davon.“
„Hm!“ ſagte Jonas betrachtend,„als wenn man dich mit dem Eiſen einer Futterſtampfe gebrannt hätte. Warte, Primſel! Ich will jetzt mein Pflaſter einmal wegnehmen. So! nun, wie ſicht meine Narbe aus?“
„Ei, wie wunderbar!“ rief Primſel aus,„gerade ſo
wie die meinige.„Komm' wir wollen uns neben einan⸗
der dort vor den Spiegel ſtellen. Da kannſt du's ſelbſt ſehen.“
Wirklich glichen ſich die beiden Knaben ſehr an Größe, Geſtalt, an Haaren, Augen und Geſichtszügen, ja ſelbſt bis auf die Narbe an der linken Achſel; nur daß, wie ſchon geſagt, Jonas voller und geſünder ausſah als Prim⸗ ſel. Aber auch dieſer Unterſchieg verſchwand, je länger die beiden Knaben beiſammen blieben, indem ſich Jonas über das lange Außenbleiben ſeines Vaters abhärmte und Primſel dagegen durch des Fiſcherknaben ſtete Geſellſchaft ſeinem nagenden Harme entriſſen ward.
Aber auch der Rendant war nicht wenig unruhig ubelhdes Fiſchers außerordentlich lange dauernde Abwe⸗ ſenheit, die er ſich nicht erklären konnte. Hatte ihn der Mann verrathen oder war er von des Grafen Kundſchaf⸗
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