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dir gehen, Vater?“ fragte Jonas gaßz beſtürzt.„Biſt du böſe auf mich?“
„Nein, o nein!“ erwiederte Naumann herzlich. „Aber ich muß auf etliche Tage verreiſen und da kann ich dich doch nicht ſo ganz allein in der Hütte zurück⸗ laſſen. Wie leicht könnte dir dort ein Unglück begegnen während du hier wohl aufgehoben biſt.“
Jonas erwiederte hierauf nichts, blickte aber mit thränenden Augen ſeinem Vater nach, welcher zu dem kranken Rendanten gerufen wurde. Nach einer Weile kehrte der Fiſcher zurück, küßte ſeinen Sohn voll Zärt⸗ lichkeit und ſprach:
„Lebe wohl, mein Kind! Bald bin ich wieder da. Indeß ſpiele hübſch mit Primſel und ſei recht gut gegen den armen Knaben, der weit übler daran iſt als du.“
„Laß mich dich abfahren ſehen, mein Vater!“ bat Jonas beweglich, indem er mit ſeinen Händen die väter⸗ liche Rechte feſt umklammerte.
„Wenn es Herr Mutz erlaubt“— antwortete Nau⸗ mann—„ich habe nichts dawider.“
„Eigentlich ſollte ich nicht“— ſprach der Burg⸗ verwalter—„denn der Rendant hat mir ſtreng geboten, Euern Sohn nicht eher von meiner Hand zu laſſen, als bis Ihr aus der Burg ſeid. Indeſſen kann ich dem Klei⸗ nen ſchon den Gefallen thun, der ein Muſter von Geduld iſt und bei dem Schattenrißzeichnen ſtill wie ein Dachs geſeſſen hat. Eine Liebe iſt der andern werth, und da


