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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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erblickte. Bitter lächelnd ſchaute er auf das Fahrgeld in

ſeiner Hand nieder. Ein Almoſen hat er mir hinwerfen laſſen, der reiche Erbherr! ſprach er.Ha! wenn er wüßte!

ahnete! Wenn er mich trotz meinem veränderten Ausſehen, trotz dem breiten, ins Geſicht gedrückten Hute und den langen, herabhangenden Haaren erkannt hätte! Doch, welche Bewandtniß hat es mit dem Kinde, deſſen Gegen⸗ wart man ſo ſorgſam zu verbergen ſtrebte? Will er ein neues Verbrechen vollführen? Gewiß! Denn wann der verruchte Roloff in ſeiner Geſellſchaft iſt, ſo geht's ohne Gräuelthat nicht ab. Sonderbar! daß gerade der Theil G der Burg ausbrennen und jener Altan als Zeuge über⸗ bleiben mußte! Als nach etwa anderthalbſtündiger Abweſenheit der Fiſcher in ſeine Hütte zurückkehrte, fand er ſeinen Jonas noch feſt ſchlafend und ſein Eigenthum ungefährdet.

Drittes Kapitel.

Der junge unbekannte.

In Begleitung ſeiner Gefuͤhrten hatte der Burgherr, Graf von Schornburg, mehrere Treppen und Gänge zurückgelegt. Er trat jetzt in ein weites, hohes Zimmer, in deſſen einer Ecke ein altes Himmelbett aufgeſchlagen