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ſtand. Eine dicke Staubwolke flog auf, als der Graf das ſchwere Deckbett erfaßte und auf die Dielen hinabwarf.
„Zieht ihn aus“— gebot er—„und laßt ihn auf jenem Bette vollends ausſchlafen.“
Der Graf verließ das Zimmer, um ſich nach der Brandſtätte zu begeben. Bald ſtand er vor einem Haufen noch immer rauchender, ja ſelbſt brennender Trümmern aller Art, welche den unterſten Raum des ausgebrannten Gebäudes erfüllten. Die vier rauchgeſchwärzten Mauern, welche vier Stockwerke in ſich getragen hatten, glichen jetzt einem Schlot der Hölle, über welchem, als ſchroffer Gegenſatz, der lichte, reine Morgenhimmel ſich ausſpannte. Gleichwie der reiche Mann im Evangelio, da er in der Hölle und Qual war, ſein Auge verlangend emporrichtete und den armen Lazarus in Abrahams Schvoße erblickte: ebenſo ſchauete der Burggraf aus dem brennenden Schlot der Brandſtätte zum hehren Luftgewölbe auf. Nur mit dem Unterſchiede, daß er noch nicht glaubte und bereuete wie jener Reiche in der Hölle. Davon zeugte ſein wild fun⸗ kelndes Auge und die trotzig auf einander gebiſſenen Zähne. Das Letztere that er erſt, indem ſein Blick die Thüröffnung vor dem erwahnten Altane ſuchte und er dort zu beiden Seiten noch ein paar Bilder gewahrte, welche die Feuers⸗ brunſt in ihrer Laune verſchont hatte. Die beiden Ge⸗ mälde ſtellten einen der älteren Vorfahren des Burggrafen nebſt ſeiner Gemahlin vor und hielten ihren Blick finſter und drohend auf den Beſchauer geheftet. Jenem Blick ſetzte der Graf ein höhniſches und verächtliches Lächeln


