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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Unter dieſem Ausrufe eines heftigen Erſchreckens zog ſich der Kopf eines Mannes ſchnell von dem Fenſter zurück und nicht eine Minute entfloh, ſo ſchob ſich das Eiſengitter aus einander und erlaubte dem Nachen, das noch übrige Stück des Waſſers zu durchſchneiden und an einer Treppe mit breiten Steinſtufen zu landen, welche zu einer eiſernen, noch verſchloſſenen Pforte hinaufführte. Dieſe ſprang jetzt auf und ein Mann ſtürzte heraus, welcher die Ankömmlinge mit wiederholten Ausrufen des Bedauerns und der Kümmerniß empfing.

Der Blitz! jammerte er, auf die Brandſtätte zeigendzu löſchen war unmöglich ach! warum

konnten Euer Gnaden nicht etwas früher kommen!

Schweig! entgegnete der Burgherr finſter und ſprang die Stufen hinan. Ihm folgte der Kindsträger mit ſeiner Bürde, und der Dritte, welcher dem Fiſcher zwei Thaler in die Hand hatte fallen laſſen, machte den Be⸗ ſchluß. Nachdem er noch dem SchifferZurück zuge⸗ rufen hatte, verſchwand er unter der überwölbten Eiſen⸗ pforte, welche ſofort ſich wieder verſchloß.

Naumann ſputete ſich. Denn ſchon begannen die beiden Gitterhälften, von einer unſichtbaren Hand in Be⸗ wegung geſetzt, langſam zuſammenzurücken. Dicht hinter

der Spitze des hinausgleitenden Nachens klappte das

Eiſenthor feſt zuſammen. Tief holte Naumann Athem, als er ſich und ſeinen Kahn von den Männern befreit und in dem offenen See