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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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und einem Altane zeigte ſich dem Blick des Beſchauenden.

An dieſem Altane, welcher nur die Breite der hinter ihm befindlichen Thüröffnung hatte und eine weit um⸗ faſſende Ausſicht gewähren mußte, haftete des Fiſchers Blick, und als er denſelben raſch, aber verſtohlen auf den ſchrecklichen Fremden richtete, bemerkte er, daß auch deſſen finſter umwölkte Augen unter dem weit in's Antlitz heraufgezogenen Mantel ſtarr auf demſelben Gegenſtande ruhten.

Das Eiland ſtellte eine kleine, aber uneinnehmbare Feſtung vor. Sein einziger Landungsplatz, welcher eine ſchmale Bucht zwiſchen ſtarren Felſenwänden und hohen Ufermauern bildete, war überdies noch mit einem hohen Eiſengitter verſperrt, deſſen Stangen noch mehrere Fuß tief in das Waſſer hinabreichten. Aus einer Anzahl von Schießſcharten drohten die Mündungen kleiner, metallener Kanonen, welche durch ein Kreuzfeuer jeden feindlichen Angriff wirkſam zurückſchlagen und eine Landung ver⸗ hindern konnten.

So wie der Nachen an dem Eiſengitter angelangt war, erhob ſich raſch der Fremde und bewegte mit unge⸗ ſtümer Haſt eine Glocke, welche an dem Eiſengitter be⸗ feſtigt hing. Laut gellten die Glockentöne und wurden vielfach von dem Echo zurückgegeben.

Was giebt's? fragte eine mürriſche Stimme aus einem Fenſter der Burg herab.

Oeffne, Mutz! ſchnell! befahl der Fremde herriſch. Herr Jeſus! der gnädige Herr!