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ihm die fürchterlichſte unter ihnen war. Ein Schauer überrieſelte kalt des Fiſchers Leib. Er ſah— wie ihm vorkam— ein Antlitz voll tödtlichen Haſſes, deſſen ſcha⸗ denfroher Blick ihm das Herz in der Bruſt erſtarren machte. Zum Himmel empor erhob Naumann das un⸗ ſtäte Auge. Wehe! das unermeßliche Gewölbe riß ſich aus ſeinen Angeln, ſenkte ſich langſam mit ſeinen funkeln⸗ den Sternen hernieder und drohte den leichten Nachen in die Tiefe des Sees zu drücken. Immer bleierner ward ſchon der Druck der zuſammengepreßten Luft. In dem Augenblicke, wo das Ruder den Händen Naumanns zu entgleiten drohte und der Nachen heftiger ſchwankte, ertönte eine klare, wohllautende Kinderſtimme durch die ſtille Nacht:
„Komm, Nina!“
Der Mann, welcher die ſprechende Bürde auf ſeinem Schooß hielt, machte eine raſche Bewegung. Zugleich fragte der dem Schiffer ſo fürchterliche Fremde laut:„Iſt der See hier tief?“
Naumann errieth ſchnell, daß dieſe Frage nur des⸗
8 halb an ihn gerichtet würde, um ſeine Aufmerkſamkeit von der vernommenen Kinderſtimme abzulenken. Daher
verſetzte er, ſein Rudern unterbrechend:„Sagtet Ihr was? Ich höre ſchwer, weil ein Fluß ſich mir vor das Ohr geworfen hat.“
Als der Fremde ſeine Frage lauter wiederholt hatte, antwortete Naumann:„So tief, mein Herr, daß man


