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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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hutte gepocht wurde und eine barſche Stimme ausrief: He! holla! Fiſcher!

Naumann fuhr aus dem Schlafe auf und verſetzte in gemeiner, mürriſcher Weiſe, die gegen ſeine vorige auf⸗ fällig verſchieden war:Was giebt's? Kann man nicht einmal ſeine Nachtruhe haben?

Auf! auf! träger Burſche! tönte es zurück.Ueber⸗ ſetzen nach der Burg ſollſt du uns.

Damit hat es gute Wege entgegnete Naumann verdroſſendie Nacht iſt keines Menſchen Freund und am allerwenigſten zur Ueberfahrt auf dem tiefen und ge⸗ fährlichen See geeignet. Wartet bis es Tag wird und dann kommt wieder!

Die Fiſcher ſprach eine Stimme zu einer zweiten Perſongleichen ſich doch überall. Sie ſind ohne Ausnahme faul, grob und eigennützig. Man muß den Burſchen willig machen. He! Fiſcher! zehnfacher Fahr⸗ lohn ſoll dir werden, wenn du dich nicht länger ſperreſt.

Und wenn Ihr mir hundertfachen Lohn bötet antwortete Naumannich fahre nicht. Mein Leben iſt mir nicht für etliche Silberſtuͤcke feil. Ueberdies, was wollt Ihr in Schornburg? Dort läßt man niemand am hellen Tage landen, geſchweige denn in finſtrer Nacht. Zudem würdet Ihr dort eine gräuliche Unordnung finden, ſintemal der Blitz geſtern Abend eingeſchlagen und es urg in der Burg gebrannt hat.

Ha! was ſagſt du? rief eine andere Stimme, bei

deren Klange der Fiſcher erſchrocken zuſammenfuhr und Nieritz. Der Prinzenraub. 6.