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denke auch, daß ſie uns noch ſo viel Fiſche im See laſſen wird, daß wir uns ſatt eſſen können.“
„Wenn nun aber“— ſprach Jonas—„die Reiherin gerade eine Fiſchmutter erwiſcht hat, ſo müſſen ja deren Jungen auch verhungern.“
„Mit nichten!“ verſetzte Naumann lächelnd—„daß dies nicht geſchieht, hat unſer Herrgott weislich einge⸗ richtet. Eine Fiſchmutter legt alljährlich tauſend und mehr Eierchen. Wenn ſie für ſo viele Junge ſorgen müßte, ſo möchte ſie ſchwerlich genug Futter für ſie auf⸗ finden. Dieſes aber fließt den kleinen Fiſchkindern von ſelbſt in den Mund und darum kümmert ſich auch die Fiſchmutter nicht mehr um ihre Jungen, ſo wie ſie ihre Eierchen abgelegt hat. Doch ſieh, Jonas! da zieht ein ſchweres Gewitter herauf. Schon zucken Blitze in der Ferne. Laß uns ſchnell die Netze in's Trockne bringen und dann die Hütte aufſuchen.“
Bald erhob ſich ein pfeifender Wind, welcher mit der abendlichen Dunkelheit zugleich die ſchwarzen Wetter⸗ wolken daher trieb. Nicht lange und der vorhin ſo hei⸗ tere Himmel war zu einem Leichentuche umgewandelt, das von zahlloſen Blitzen durchſchnitten wurde. Mit einem bald ſchweſelgelben, bald roſenrothen, bald gräulichen Lichte hauchten ſie den See, das Eiland darin, das hohe Gebirge dahinter und die Ufer an, um Alles in demſelben Augenblicke wieder in deſto tiefere Nacht zu begraben. Der See begann erſt dumpf zu murmeln, dann zu brau⸗ ſen, überzuſchäumen und endlich ſeine wild empörten


