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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Wogen gegen das Ufergeſtade zu peitſchen. Aber dieſes Toſen ward bald von dem Rollen des Donners ver⸗ ſchlungen, welcher furchtbar und majeſtätiſch die Lüfte erdröhnen und die Berge von einem hundertfachen Echo wiederhallen machte. Feuerſtröme ſchüttelte der Himmel hernieder und der dichte Wolkenſchleier zerriß unter dem Krachen der Donnerſchläge, gegen welches der Knall von von tauſend Feuerſchlünden nur ein Kinderſpiel war.

Der Fiſcher ſaß in ſeiner Hütte. Sein Sohn ihm auf dem Schooß. So blickten beide durch das niedere Fenſter hinaus in die wild bewegte Natur und auf den brauſenden See. Keine bange Furcht, wohl aber eine tiefe, freudige Gemüthsruhe ſpiegelte ſich auf dem heiteren, ja wie ſelig lächelnden Antlitze des Vaters.

Siehe, mein Sohn! ſprach er bewegtwie groß, wie erhaben iſt unſer Herrgott! Er naht ſich uns in ſchweren Wettern, wie im ſanften Säuſeln. Dieſes vernichtende Feuer wer vermag ſein Kommen und Gehen zu bemeſſen? Dieſer Donner, vor dem die Berge erzittern wer kann ſein Entſtehen in der dünnen, leichten Luft erklären?

Ach, Vater! erwiederte Jonas beſorgtwenn der Blitz in unſere Hütte ſchlüge! Wenn er uns träfe!

Wie Gott will! antwortete der Fiſcher, indem er ſeinen Sohn feſter an ſich preßte.So und mit dir zugleich ſtürbe ich gern. Doch um dich zu tödten, bedarf Gott nicht erſt ſeiner verzehrenden Blitze. Ein einziges, kleines Brotkrümlein oder eine Fiſchgräte, beim Eſſen in