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weit und immer weiter auf. Heiſrer ward ihr Klageruf und matter ihr Auge. Vom nagenden Hunger und Durſt gepeinigt, knapperten ſie mit ihren Schnäbeln an den dünnen Rüthchen und Faſern ihres Neſtes, ja ſelbſt an den Leibern ihrer eigenen Brüder und Schweſtern herum, bis ſich endlich ein Auge nach dem andern ſchloß, um nimmer wieder ſich zu öffnen. Eng an einander ge⸗ drückt, füllten die verſchmachteten und zu Gerippen ab⸗ gemagerten Reiherleiber das Neſt. Als es aber in dem⸗ ſelben todtenſtill geworden war und die Reihermutter nicht mehr das bange Aechzen vernahm: da legte ſie ſich am Fuße der Ulme auf ihre geſunde Seite nieder, und indem ſie ihre langen Beine ſtarr ausſtreckte, bettete ſie ihr müdes Haupt unter den zerſchoſſenen Flügel. Roch ein paarmal zuckte die Reiherin zuſammen, dann lag auch ſie ſtill und todt da. Jetzt iſt es um die Zeit, wo die jungen Reiher noch nicht aus ihrem hohen Neſte ausfliegen können. Hole mir alſo die Flinte aus der Hütte, Jonas, damit ich die Reiherin dort niederſchießen kann. Da ich nur ſie und keinen Reiher weiter über dem See erblicke, ſo iſt jedenfalls ihr Mann ſchon getödtet worden. Schnell, Jonas, ſpute dich!“
„Ach, nein, nein, liebſter Vater!“ verſetzte Jonas tief bewegt.„Schieß die Reihermutter ja nicht todt. Ich wußte ja nicht, daß dann ihre Jungen verhungern müſſen.“
„Nun, wenn du für die Reiherin bitteſt“— ſprach der Fiſcher—„ſo will ich ſie nicht todt ſchießen. Ich


