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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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vorgeſchlagene Wohnung in Augenſchein nahm.Wir haben zwar ſprach ſieden See nahe und unſre Nahrung dazu; allein leicht kann der See anſchwellen und unſre Jungen im Neſte ertränken. Ueberdies werden unſere Jungen Gefahr zu fürchten haben vom Iltis, Marder und Wieſel, von der Waſſerratte und der Fiſchotter, abſon⸗ derlich aber von dem Menſchen, dieſem ärgſten aller Feinde. Darauf ſah ſich der Mann anderweit um und es gefielen ihm Flieder⸗ und andere mäßige Büſche, nicht weit vom Strande, in deren Zweigen er das Neſt anzulegen vorſchlug. Doch abermals tadelte die Frau vi Wahl.Katzen und Kinder ſprach ſiewer⸗ den unſere Eier und Jungen finden und rauben. Sich dort jene himmelhohen Ulmen. In ihren Wipfel wollen wir unſer Neſt bauen. Dort ſind unſre Jungen vor allen Räubern und Feinden ſicher. Der Fiſchreiher fand nun zwar dieſe hohe Wohnung zu entlegen und beſchwerlich; allein als guter Ehemann gab er nach und der Neſtbau begann. Nachdem das Neſt fertig und mit weichen Federn, die ſich das Fiſchreiherpaar ſelbſt ausriß, ausgepolſtert worden war, legte die Reiherin ihre Eier hinein. Von nun an wurde die Reiherin eine freiwillige Gefangene, die unbeweglich und threre Wochen lang auf einem Flecke auf den Eiern ſtill ſaß, damit die darin befindlichen Jungen durch die Wärme ihrer Mutter wachſen und auskriechen konnten. Während dem verſorgte der Reiher ſeine Frau mit Fiſchen, die er ihr im Schnabel zutrug. Wollte ſich ja die Reiherin eine