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worden iſt. Wenn dann der Tod mit ſeiner ſcharfen Senſe die bindenden Stricke durchſchneidet, ſo erzittern die Meiſten, anſtatt ſich des nahen, bevorſtehenden Endes zu freuen. Wie gern führe ich auf! Aber mein Kind iſt das bindende Seil und ich flehe zu dir, v Gott! daß du dieſen noch ſchwachen Faden nicht zerſchneiden wolleſt, ſondern meinen Lebensfaden ſo lange mit ihm vereinigt läſſeſt, als ich meinem Kinde nützlich ſein kann.“
„Da ſprang ſchon wieder ein Fiſch in die Höh!“ rief Jonas.
„Er wird einer Waſſerjungfer oder irgend einem andern Inſect nachgetracheet haben“— antwortete Nau⸗ mann.„Unſerm Streben aber“— fuhr er fort—
„Sirret ein höherer Lohn.“ „Schieß doch den Fiſchreiher todt“— bat Jonas— „ſchon wieder hat er einen Fiſ 6 erfaßt und trägt ihn im Schnabel davon.“
„Laß uns ein wenig nieheſeten und ausruhen“— verſetzte der Fiſcher ſanft.„Ich will dir etwas erzählen.“
Darauf rückte Jonas dicht an ſeinen Vater heran
und heftete ſeinen klaren Blick verlangend auf den väter⸗ 6
lichen Mund.
„Es war einmal ein Herr Fiſchreiher und eine Frau Fiſchreiherin“— hob der Fiſcher an—„Der Mann ging aus, um eine paſſende Wohnung aufzuſuchen. Er beſah deren viele, doch keine geſiel ihm mehr als eine dicht am Seeufer und zwiſchen einigen Steinen gelegen. Aber die Frau Reiherin ſchüttelte den Kopf, als ſie die


