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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Plumps! ſprach jetzt das Waſſer und ſprützte hoch auf.

O, Vater! rief Jonas ausalleweile ſprang ein Fiſch in die Höh ſo groß! ach, ſo groß! Schaut die weiten Ringel, die der See nachzieht! Es muß doch eine große Luſt ſein, welche die Fiſche haben, weil ſie vor Freude ſo hoch ſpringen!

Es iſt wahr, verſetzte Naumann ſinnend ſehr viele Geſchöpfe ſpringen, wenn ſie recht froh und glücklich ſich fühlen. Am meiſten die glückliche Jugend, während bei älteren Leuten nur das Herz vor Freuden hüpft. Aber dieſes Hüpfen und Springen ſcheint mir bei den Menſchen eine tiefere Bedeutung zu haben.

Hier ſchwieg Naumann und verſank in tiefe Ge⸗ danken.Ja, ja murmelte er ſpäter vor ſich hin unbewußt oftmals fühlt die Creatur eine Sehnſucht nach oben, nach der höhern Heimath. Wir beneiden den Vogel um ſeine Schwingen und bemitleiden den Berg⸗ mann in der tiefen Erdſchacht.

Ach, Vater! fiel Jonas einfliegen möchte ich können! Lieber noch als ſchwimmen.

Und wenn ich an mein gutes Weib denke fuhr Naumann, zu ſich ſelbſt redend, fortſo lenke ich meinen Blick nicht dem kalten, finſtern Grabe zu, in welchem ihre Gebeine ſchlummern, ſondern dem Himmel und ſeinen glänzenden Sternen. Wir gleichen dem Luft⸗ ſchiffer, der nicht eher auffahren kann, als bis ſein Luftball mit dem gehörigen Maaße von verdünnter Luft erfüllt