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„Naß! naß! naß!“ ſpottete das Echo rings umher dreifach nach. Wie hurtig Jonas über Sand, Muſchel⸗ ſchaalen und Kieſelſteine dahin ſprang! Er hatte ja die Stimme ſeines Vaters vernommen, der ihm das Theuerſte auf Erden war, nachdem er ſchon vor drei Jahren die Mutter durch den Tod verloren hatte.
„Hilf mir“— gebot der Fiſcher Andreas Naumann ſeinem Sohne—„die Netze von der Trockenſtange ab⸗ nehmen und in den Kahn ſchaffen. Wir wollen heut Abend auf den Fiſchfang ausfahren.“
Gehorſam ging Jonas an die Arbeit.
Es war ein ſchwüler Sommerabend und windſtill. Der Gebirgsſee erglänzte in Gold und Flammen, welche die untergehende Sonne über die weite Spiegelfläche aus⸗ goß. Ein weißer Reiher ſchwebte über der Waſſertiefe und tauchte zuweilen, nach einem Fiſche ſchnappend, ſeine befiederte Bruſt in die lauen Wogen. Naumanns niedere Fiſcherhütte lehnte an ein Felsſtück, das, wie von einer hohen Wand losgetrennt und bis hierher geſchleudert, das einzige auf dieſer Seite des Seeufers war. Gegenüber ſtreckte ein hohes Gebirge ſeine waldbedeckten und im Waſſer ſich abſpiegelnden Häupter in die Abendluft empor. Ein kleines, felſiges und buſchreiches Eiland, welches, wie eine Oaſe in der Wüſte, faſt mitten im See ſich erhob und mit hohen Ufermauern und burgähnlichen Gebänden beſetzt war, glich einem vorgeſchobenen Poſten, den ein gelagertes Heer zu ſeiner Sicherheit aufge⸗ ſrlt hat.


