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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Ha! wie die Fiſchlein luſtig Reißaus nahmen! Je⸗ denfalls erzählten ſie ihren übrigen Geſpielen, welcher drohenden Gefahr ſie eben entronnen ſeien und welche Heimtücke jener kleine, harmlos erſcheinende Teich verberge, denn in kurzem waren ſämmtliche Fiſchkinderchen ver⸗ ſchwunden und der Tiefe zugeeilt.

Dieſer Umſtand veranlaßte den kleinen Jonas, einem andern Zeitvertreibe ſich zuzuwenden. Er ſuchte flache, glatte Steine, welche er alſo auf die Oberfläche des Sees hinwarf, daß ſie wie ein Springer von Welle zu Welle hüpften und dabei wie eine Schlange ziſchten.

Ach! ſprach er dabei ſeufzend und ſehnſüchtig wenn ich doch auch einmal ein goldnes Fiſchchen mit meiner Angel finge wie der kleine Däumling Dudel⸗ dee, der von dem Goldſfiſchchen alle ſeine Wünſche erfüllt bekam bis auf das Werden der Götter ihr Gott! Was ich dann von ihm wünſchte? Hm! meinem Vater eine neue Schnupftabaksdoſe und zwar voll Schnüpftabak. Mir wünſchte ich einen neuen Strohhut mit einem brei⸗ ten, rothen Bande darum. Dürfte ich mir noch mehr wünſchen, ſo möchte ich ſchwimmen und untertauchen können wie ein Fiſch oder eine Ente, und endlich fliegen wie dort der Fiſchreiher, der ſich immer ſo viele Fiſche mauſet und davon trägt. Dann haſchte ich den Fiſch⸗ reiher, bände oder verſchnitte ihm die Flügel und er müßte

Jonas! unterbrach eine rufende Stimme des Kna⸗ ben Selbſtgeſpräch. 2

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