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verwendet und namenloſes Weh über ſie gebracht hat. Wir aber wollen dahin ſtreben, daß wir einen chriſtlicheren Tod ſterben, als Potemkin, und mit freudigerer Hoffnung vor dem Ewigen hintreten können.“
Nach einer gegenſeitigen, innigen Umarmung und mit leichtem, freudigem Herzen kehrten die befreundeten Familien nach ihren Wohnungen zurück.
Potemkin's reiche Schätze ſind in alle vier Winde zer⸗ ſtoben. Sein übler Nachruf dagegen wird von allen Ge⸗ ſchichtsſchreibern verkündigt und währet fort bis in die fernſten Zeiten. Ha! und wie ſteht es erſt um ihn in der Ewigkeit, welche Alles überdauert?! Das ſollten alle die Mächtigen und Großen wohl bedenken, welche, den Worten feiler Schmeichler nur ihr Ohr darleihend, ſcheinbar unge⸗
ſtraft ihren niederen und gemeinſchädlichen Lüſten fröhnen, wodurch ſie Tauſende ihrer Mitmenſchen in's Elend ſtürzen. Schon mit Catharina's II. Tode verſchwand der letzte Schimmer von Potemkin's einſtiger Größe. Ihr Sohn und Thronfolger, Kaiſer Paul, welchem Potemkin die Liebe und das Vertrauen ſeiner Mutter gefliſſentlich entzogen hatte, ließ Potemkin's Leichnam, der zu Nicolajew begra⸗ ben war, aus ſeinem Sarge reißen und in den Feſtungs⸗ graben werfen, auch den an ſeinem Sterbeplatze errichteten Obelisk entfernen. Später erſt ſtellte die Stadt Cherſon Potemkin's eherne Bildſäule zu Ehren ihres Erbauers auf,
woſelbſt ſie noch zu ſehen iſt.
Leipzin, Druck von Gieſecke& Devrient.


