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„Gott erbarme ſich Deiner armen Seele!“ flüſterte er
mitleidig—„Ich habe Dir vergeben!“
„Er iſt todt und bedarf jetzt nur noch des göttlichen Erbarmens“— ſprach der Landmann zur wiederkehrenden Gräfin.
„Verlaßt mich nicht, guter Mann!“ bat jene beweglich. „Wartet, bis meine Leute zurückkommen und reichlich ſollt Ihr dafür belohnt werden.“
Der Bauer entfernte ſich erſt, als um den Leichnam eine Schaar von Dienern und anderen Perſonen verſam⸗ melt ſtand. Nach kurzer Weile kehrte er aber in Beglei⸗ tung von einer zahlreichen Familie zurück. Dieſelbe beſtand aus dem Juwelier Bergmann, aus deſſen Frau und 3 Kin⸗ dern, aus ſeinem Schwiegervater und der Frau Iffinitz und deren Kindern, aus ihrer Muhme Thereſe und deren Manne, und endlich aus Nicolaus Iffinitz ſelbſt, der kein Anderer als jener Landmann war, der dem ſterbenden Potemkin Beiſtand geleiſtet hatte. Sie Alle bewirthſchafteten vereint ein ſchönes Landgut in der Nähe, welches Bergmann ange⸗ kauft und wo er bisher friedlich und glücklich nebſt den Seinen gelebt hatte.
Stumm und aus der Ferne ſahen ſie jetzt mit an, wie der entſeelte Fürſt in den Teppich gehüllt und auf einen Wagen geladen wurde. Nachdem der ganze Troß ver⸗ ſchwunden war, ſprach Bergmann in tiefer Bewegung: „Wir wollen uns nicht über den Tod unſeres Feindes und Verfolgers, wohl aber darüber freuen, daß wir und ganz Rußland mit uns zugleich von einem Manne befreit worden ſind, der ſeine Macht nur zum Schaden ſeiner Mitmenſchen


