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wenigſten vermuthen werden. Auch habe ich dann die tür⸗ kiſche und öſterreichiſche Grenze in der Nähe.“
Der Leſer male ſich nun ſelbſt die Freude des gegenſei⸗ tigen Wiederfindens aus. Vereint ſetzten Alle die weitere Reiſe nach dem Süden des ruſſiſchen Reiches fort. Das unwiderſtehliche Geld bewirkte auch die Befreiung Jwans aus Potemkin's Dienſten. Derſelbe vertauſchte deſſen Fleiſch⸗ töpfe gern gegen das Leben in einer, wenn auch nicht wüſten, jedoch einſamen Gegend, wo aber die Freiheit und das ſtille häusliche Glück ihr Zelt aufbauten.
Dreizehntes Kapitel.
Jeder Menſch erreicht einen Höhepunkt ſeines Glücks und ſeines Ruhms, von welchem er plötzlich, bald allmälig, wieder herabſteigt oder herabgeſtürzt wird, wenn nicht ein früher oder gewaltſamer Tod ſeinem Leben ein Ende bereitet. Auch Potemkin machte von dieſer Regel keine Ausnahme. Seit einer Reihe von Jahren hatte er, der Zweite im wei⸗ ten Ruſſenreiche, auf dem Gipfel ſeiner Macht ſich zu erhal⸗ ten gewußt. Aus einem Fähnrich von niederem Adel war er, wie ſchon geſagt, deutſcher Reichsfürſt, Großadmiral, Generalfeldmarſchall und Inhaber aller hohen Orden Euro⸗ pa's geworden. Sein Wille galt nicht ſelten mehr als der⸗ jenige ſeiner Kaiſerin. Ueber alle ſeine Feinde triumphirte er, wiewohl dieſe deshalb ihre Anſtrengungen zu ſeinem Sturze niemals einſtellten. Seine zuſammengeſcharrten
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