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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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uns auch zur Erlangung unſrer beiden übrigen Kinder ver⸗ helfen werde.

Blaſe blaſe doch wieder, Alexei! flüſterte Thereſe mit geſchloſſenen Augen.Was ſchwatzeſt du doch?!

Was iſt das? fragte Iffinitz, nach der Sprecherin ſich umſchauend..

Es iſt unſere Muhme Thereſe antwortete Alexei, traurig werdend.Sie will mit aller Gewalt ſterben. Den Tag über war ſie ſchon taumelig auf ihren ſonſt ſo flinken Füßen und vorhin mußte ich ihr gar ein Sterbelied vorblaſen.

Für uns war's ein Auferſtehungsruf verſetzte die Mutter eifrigWir vernahmen in unſerm Gezelt die lieb⸗ lichen Flötentöne und gingen ihrem Schalle nach. Dein Vater ſchritt voraus, um mich zu warnen, dafern ein Feind zu befürchten wäre, und da entdeckte er dich!

Ach, Vater! wird Thereſe wirklich ſterben? fragte Alexei beſorgt.

Gott wird unſere große Freude über dein Wiederfinden nicht durch den Verluſt deiner Lebensretterin und unſerer Wohlthäterin verbittern tröſtete Iffinitz, indem er ſich zu

Thereſen niederbeugte und ihren Puls und Athem belauſchte. Sie hat fuhr er fortein ſtarkes Fieber, doch wird ſie es bei guter Pflege glücklich überſtehen.

Mit Hülfe ſeiner Frau und ſeines Sohnes verſetzte er die Fieberkranke in ſein nahes, geräumiges, einem Zucker⸗ hute ähnliches Zelt von dickem Fils, wo ihr ein weiches und warmes Lager bereitet und noch andere Pflege zu Theil wurde. Die kaiſerliche Großmuth gegen die Kirgiſengeſandtſchaft hatte unſern Iffinitz in den Stand geſetzt, ſich zur Reiſe mit