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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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hielt jegliche Gefahr, reißende Thiere, böſe Menſchen und die Gewalt entfeſſelter Elemente von ihnen ab. Endlich flimmerte es grell vor Alexei's träumenden Augen. Als er ſie erſchrocken aufſchlug, ſah er den Felſen dicht vor ſich von den Strahlen der aufſteigenden Sonne erleuchtet, das Feuer längſt erloſchen und o Glück! Thereſens Kopf noch rich⸗ tig aus dem dürren Graſe hervorſchauen. Wenig Secunden ſpäter ſchlug auch die Ballettänzerin die Augen auf und ſprang, ihre leichte Grasdecke von ſich ſchüttelnd, raſch auf die Füße.

Böſer Alexei! rief Thereſe beſchämt ausdu haſt nicht Wort gehalten, ſondern mich ungeſtört ſchlafen laſſen bis zum hellen Morgen. Armer Junge! wie ſchläferig wirſt du ſein! Wie haſt du es vermocht, munter zu bleiben? Ge⸗ wiß iſt dir nun recht übel! Hurtig, lege dich nieder und verſuche zu ſchlafen. Ich will indeß nachſpüren, ob ich etwas Eßbares für uns auftreibe.

Alerei war zu ehrlich, um Thereſen die Wahrheit zu verſchweigen. Er geſtand offen, wie auch er dem Schlafe ſich überlaſſen habe und ſich daher wie neugeboren fühle. Daſſelbe ſagte auch Thereſe und beide ſahen, wie es faſt jedem Menſchen an einem heitern Morgen und nach gemeſſener Ruhe geht, ihre Lage nicht mehr für ſo verzweifelt an, als dieß am Abende vorher geſchehen war.

Ermuthigter traten ſie ihr Weiterwandern an, dabei von dem ſich nährend, was ihnen die Natur darreichte und das allerdings keine Leckerbiſſen waren.

Freilich ſchmolz der frohe Lebensmuth wie Butter an der Sonne, als die Letztere, höher und höher ſteigend, die Fuß⸗