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Feuer auf, deſſen wohlthuende Kraft einen belebenden Ein⸗ fluß auf die frierende Thereſe ausübte.
„Nun ſchlafe, Thereſe!“ ſprach Alexei, nachdem ſeine Gefährtin völlig erwärmt ſich fühlte.—„Und damit dich nicht friert, werde ich dich bis an den Hals mit dürrem Gras und Laub zudecken Ich aber halte indeß Wache, damit uns kein Wolf überfalle, und verſorge das Feuer, ſo lange unſer Vorrath ausreicht.“
Thereſe mußte ſich dem Willen Alexei's fügen, der ſeiner Lebensretterin gern einen ähnlichen Liebesdienſt erwei⸗ ſen wollte.
„Aber“— ſagte Thereſe—„daß du mich nicht zu lange ſchlafen läſſeſt, damit ich dich ablöſen und die andere Hälfte der Nacht wachen kann.“
Das verſprach Alexei, jedoch mit dem geheimen Vorſatz, es nicht zu thun. Er überdeckte Thereſen mit ausgerauftem, trocknem Gras und ſetzte ſich dann hin, zu wachen und den Flammen ſpärliche Nahrung zu reichen.
Lange ſaß der Knabe, mit dem Rücken gegen die harte Felswand gelehnt, die Ohren für jedes verdächtige Geräuſch ſpitzend, von Zeit zu Zeit das Feuer ſchürend, an ſeine Ael⸗ tern denkend, träumend und den tauſendfach geſternten Him⸗ mel betrachtend. Aber endlich wurden ihm die Augenlider immer bleiſchwerer, fielen zu, öffneten ſich erſt in kürzeren Zwiſchenräumen, dann in längeren, die Gegenſtände umher verſchwammen, die Sterne flimmerten nebelhafter und end⸗ lich ſchlief er wohl feſter noch als Thereſe. Von nun an übernahm ein Anderer, als ein ſchwacher Knabe, die Wache
über die zwei Schläfer: die gnädige Hand Sou Pie Potemkin.


