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Schmuckkaſten zu und keuchte mit halb heiſ'rer Stimme die Worte hervor:„Schnell! hinauf— verſteckt!“
Während Nicolaus mit dem Schmuckkäſtchen den Laden eilig verließ, nahm Bergmann ein anderes, auf dem Laden⸗ tiſch zur Schau ausgeſtelltes Käſtchen mit koſtbaren Ringen hinweg und verbarg es unter einem Waarenſchranke. Dann rannte er zur Thüre, um ſolche vor dem nahenden Fürſten weit und unter dem tiefſten Bücklinge aufzureißen.
Potemkin trat mit laut dröhnenden Schritten herein, warf einen forſchenden Blick umher und hob dann mit ſtren⸗ gem Tone an:„Graf Bibikoff hat mir geſagt, daß du einen koſtbaren Brillantſchmuck angefertigt haſt. Ich will ihn ſehen. Wo iſt er?“
Vor dem gefürchteten Fürſten erſtarb dem Juwelier die Lüge auf der Zunge, mit welcher er das Vorhandenſein des fraglichen Schmuckes in Abrede ſtellen wollte.
„Der Schmuck——“ ſtammelte Berg⸗ mann zitternd—„iſt ein Frauenſchmuck und— die Fürſtin Dolgorucki halb und halb die Käuferin dazu.“
„Weißt du, Menſch, wen du vor dir haſt?“ verſetzte Potemkin mit finſterzuſammengezogenen Augenbrauen.„Den Schmuck will ich ſehen. Haſt du mich verſtanden? Den Schmuck!“
Erſchrocken eilte Bergmann zur Ladenklingel, auf deren Klang Nicolaus in der Hinterthüre erſchien und nach ſeines Dienſtherrn Befehle fragte.
„Den Schmuck im ſchwarzen Sammetkäſtchen“— ſprach der Juwelier und ſein Blick glich dem eines Sterbenden.„Es war—“ wendete er ſich zu dem Fürſten—„die Faſſung


