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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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und drohend erhobenem Arm auf den ſchwachen Greis ein, der zitternd und erbleichend die Augen vor der Grfahr ſchloß. In demſelben Augenblicke umklammerten die Kinder ihres Großvaters Kniee und Fedor erkletterte deſſen Schvoß, um den Greis beſſer noch zu ſchützen. Eben ſo ſchnell war aber auch Nicolaus vorgeſprungen, und ohne ſich zu beſinnen oder eine Bitte um Gnade oder Schonung auszurufen, warfer ſich mit ſeinem ganzen Körper und ausgeſtreckten Armen lang über den Greis und die Kinder hin. In dieſer Lage erlitt er, ohne einen Wehlaut hören zu laſſen, alle ſchmerzenden Hiebe mit der flachen Säbelklinge, die ſein Haupt, ſeine Achſeln und ſeinen Rücken ohne Unterſchied trafen, bis ſich Potemkin's Wuth abgekühlt hatte und er im Galopp davon⸗ ſprengte. Wenn aber Nicolaus bei dieſer Seene ſich ſtill verhalten hatte, ſo doch nicht die drei Kinder, welche unter ihrem Beſchützer ein lautes Zetergeſchrei erhoben hatten und damit noch fortfuhren, nachdem die Gefahr ſchon vorüber gegangen war. Dieſes Geſchrei, ſo wie der ganze Auftritt, zogen eine Menge Zuſchauer herbei. Allein keiner von ihnen rührte ſich, dem Gemißhandelten beizuſpringen, ja ſeinen Unwillen durch ein ausgeſprochenes Wort kund zu geben. Eben ſo unthätig verharrten Potemkin's Begleiter. So groß war die Furcht vor der Macht und ſchrecklichen Rachluſt des Fürſten. Nur erſt nach deſſen Entfernung ließ ſich ein unwilliges Gemurmel unter der Menge vernehmen, dem ſich laute Mißbilligungen und Schimpfworte anſchloſſen.

tühe richtete ſich Nicolaus mit ſeinem durchbläueten por. Er taumelte, da er zu ſtehen verſuchte, und