19 oft geſchah, ihren Großvater bei dieſer Spatzierfahrt. Bei der Heimkehr, welche Nicolaus auf einem Umwege ausführte, ſprach Päpa Schönhof zu ſeinem Kutſcher mit beſorgtem Ton:„Nicolaus, du übernimmſt dich gewiß noch mit deinem großen Eifer. Ruhe ein wenig aus und fahre dann nicht ſo raſch.“
„Wir wollen Dich fahren, Großvater!“ ſprach Fedor eifrig—„und Nicolaus ablöſen. Sieh nur, wie ihm die hellen Schweißtropfen über die Stirne herabperlen.“
„Ja, Nicolaus, laß los“— ſagte Friederike, während Johanna bereits den Nicolaus hinwegzudrängen ſtrebte. Allein dieſer hielt die Rücklehne des Fahrſtuhls feſt und be⸗ gann mit verdoppelter Kraft und Schnelligkeit den Letzteren vorwärts zu ſchieben. Unter Lachen und Schreien folgten ihm die Kinder auf dem Fuße nach und bemühten ſich, den eifrigen Kutſcher zurückzuzerren. Da geſchah es, daß bei dem haſtigen Umbiegen einer Straßenecke das Pferd eines raſch daher ſprengenden Reiters vor dem daher raſſelnden Stuhle und den lärmenden Kindern ſcheu ward, zurückprallte, kerzengrade in die Höhe ſtieg und ſeinen Reiter beinahe ab⸗ geworfen hätte. Zum Unglück war der Reiter, den mehrere Officiers begleiteten, Fürſt Potemkin und derſelbe gewohnt, ſeinem leicht aufwallenden Zorn durch die eigenmächtigſten Handlungen und Gewalthätigkeiten Genüge zu thun. Man erzählt von dieſem Fürſten, daß er ſelbſt die vornehmſten Perſonen in ſeiner Wuth nicht ſchonte, ſie mit aller Grob⸗ heit anfuhr, ja ſogar mit Stockſchlägen mißhandelte. Da⸗ her zog er jetzt, ſobald er ſein Roß gezügelt hatte, ſe Säbel aus der Scheide und ſprengte mit grimmiger G


