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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Leichtigkeit die kleine Stube etliche Male auf und ab. Dann

kam ſeine Frau und zuletzt jedes Kind an die Reihe. So

vergnügt iſt ſicher der öſtreichiſche Kaiſer nicht bei ſeiner

erſten Praterfahrt als es hier bei dem Fahrer wie bei den Gefahrenen der Fall war, obgleich die ganze Spatzierfahrt

ſich auf den Umfang weniger Schritte und in einer ärmlichen

niedern und ziemlich finſtern Stube beſchränkte.

Nicolaus vermochte vor Aufregung und freudiger Er⸗

wartung kaum zu ſchlafen. Der frühe Morgen fand ihn

daher ſchon auf den Füßen. Beim Frühſtück brachten Alle

dem geliebten Papa iyre Geſchenke und Glückwünſche dar. 3 Mit letzteren nun erſchienen die Dienſtleute Bergmanns, unter denen ſich auch Nicolaus mit ſtrahlenden Blicken befand.

Die an dem bewußten Lehnſtuhle angebrachten Räder hatte

die Köchin geſchickt durch übergehängte Tücher verſteckt.

Dieſe wurden von den Kindern des Juweliers dann erſt ent⸗

fernt, als der Großvater ſich in ſeinen Stuhl am Fenſter

ſetzen und dort eine Morgenpfeife rauchen wollte. Da gab

es denn keine geringe Ueberraſchung, deren Urheber gar bald errathen und mit Lobeserhebungen überhäuft wurde. Die Probefahrten aus einem Zimmer in's andere begannen von

Neuen und Nicolaus ward nicht müde, nicht nur das greiſe Geburtstagskind, ſondern ein Familienglied nach dem andern

zu kutſchiren. Nun ſoll der gute Großpapa nicht länger auf ein Stelle ſitzen bleiben müſſen ſprach Nicolau all hin auf die Straße, auf die Brücke, in d und wohin er Luſt hat, will ich ihn fahren.

Du biſt ein braver Mann pob kin