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und nicht mehr kräftig genug, um den ſchweren Anforderungen ſeiner Kunſt vollſtändige Genüge zu leiſten. Nicht gar lange währte es, ſo hatte Nicolaus das Silberputzen ſo gründlich erlernt, daß die Arbeit ſeines Lehrmeiſters hinter der ſeinen zurückblieb und er ſomit dem Juwelier unentbehrlich wurde. Dieſer hatte ſeinen Schwiegervater bei ſich wohnen und pflegte ſeiner mit kindlicher Liebe. Aber dem guten Alten ging es wie jenem Manne zu Lyſtra in der Bibel: er mußte ſitzen, denn er hatte böſe Füße. Daß dieſes ein gar großes Uebel ſei, ſieht nicht Jeder ein den ſeine geſunden Beine über Stock und Stein hintragen und der an ihnen die wohlfeilſte Kutſche, die am ſicherſten laufenden Roſſe und den nüchternſten Kutſcher beſitzt. Damit der gute alte Herr nicht gänzlich von der Außenwelt abgeſchloſſen ſ ſei, hatte man ihm ſeinen Platz und Sitz an einem auf die lebhaſte Straße gehenden Fenſter eingeräumt. Von dort aus blickte er ſeufzend und mit ſtillem Verlangen auf die vorüberwandelnden Fußgänger hinab, von denen ſo manchet den müßig daſitzenden Herrn um ſeine gute, faule Zeit beneidete und nicht ahnete, wie gerne jener mit ihm getauſcht und obendrein noch viel Geld dazu gegeben hätte. Seitdem Nicolaus das gebrochene Schien⸗ bein gehabt hatte, wußte er den ganzen Werth geſunder Gliedmaßen zu ſchätzen. Jeder Blick auf die gelähmten Füße des alten Papa behütete unſern Nicolaus vor dem V jener Wohlthat. Dabei jedoch ließ er es nich w Von ſeinem Einzuge in das Haus des Juwel ſeine kunſtfertigen Hände die niedlichſten Spielſ Kinder ſeine Wohlthäters geſertigt⸗


