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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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die Arbeitermenge hinab, welche hierauf wie raſend nach den Goldſtücken haſchte. Mit einem verächtlichen Lächeln ſah Potemkin auf die ſich an der Erde balgende, herumwälzende, zankende und um die Goldſtücken kämpfende Maſſe hernieder. Dann beſtieg er ſeinen Wagen und fort jagten die feuerigen Roſſe. Ein donnerndes Hurrah der Menge begleitete den Fürſten. Zwei von den Arbeitern hatten ſich ihres verletzten Kameraden angenommen und ihn aus dem Gewühle abſeits getragen. Als aber der Goldregen herniederfiel, hatte die Habgierde das Mitleid überflügelt und das Helferpaar ſchnell davongetrieben. Der plötzlich ſeiner Stützen be⸗ raubte Mann fiel unſanft zur Erde und blickts mit ſtillem Schmerze auf ſeine forteilenden Gefährten und die gierig raffende Menge hin. Zu ihm trat jetzt Bergmann, welcher nebſt den Seinen ein Zeuge des Vorfalls geweſen war.

Hat dich der Wurf mit der Brechſtange ſchwer verletzt? fragte er den Unglücklichen.

Dieſer ſah haſtig empor und in das gefühlvolle Antlitz des Juweliers.

Der Schienbeinknochen iſt morſch entzwei antwor⸗ tete er traurigund äus mir ein Krüppel geworden.

Glaubſt du nicht, daß der, welcher dich vuttte Sr. deine Heilung veranlaſſen werdet 3

Ein bitteres Lächeln überzog auf dieſ beiters Antlitz.Kümmert ſich ſprach er um einen Pn, den ſein Fuß zertritt?