geſtoßene Hornklänge jagten alle Ruhenden raſch empor und an ihre Plätze. Urſache hiervon war eine ſchnell ſich nährende Staubwolke, in welcher das ſcharfblickende Auge des Ober⸗ aufſehers den Wagen eines gefürchteten Staatsbeamten erkannte. Der erſchrockene Ruf:„Der Fürſt! der Fürſt!“ pflanzte ſich, wie die Wellen eines in Bewegung geſetzten
Teichs, von Mund zu Munde fort, durcheilte die Reihen der
Arbeiter wie der Zuſchauer und bewirkte eine allgemeine Aufregung, welche bei den Arbeitern zur angeſtrengteſten Thätigkeit, bei den Zuſchauern dagegen zu einem haſtigen Rückzuge ward, der ſogar einer ſchimpflichen Flucht ähnelte.
Alles Schreien, Rufen, Sprechen, Lachen, Scherzen, Zanken verſtummte plötzlich und es würde die lautloſeſte Stille eingetreten ſein, wenn das Klappern und Lärmen der Werkzeuge, der Maſchinen, das Peitſchenknallen und die Horntöne nicht geweſen wären. Nur leiſe glitt der Ruf: „Potemkin!“ von Mund zu Munde. Jetzt langte des ge⸗ fürchteten Fürſten vierſpänniges Fuhrwerk im raſenden Galopp an. Die Roſſe ſtanden ſchnaubend plötzlich ſtill und von dem offenen Wagen herab ſprang Potemkin, eine majeſtätiſche Mannsgeſtalt mit wohlgebildetem ausdrucks⸗ vollem, nur etwas ſchwärzlich gelbem Antlitz. Er ſtieß den Diener, welcher ihm vom Wagen herab hatte helfen wollen, nft bei Seite und ſchritt mit großen Schritten auf den
ebeugten Rücken dem mächtigen Gebieter entgegen ( als ſei die ganze, anweſende Menſchenmenge Zauberſchlag verſteinert worden, denn jede e und die tiefſte Stille herrſchte überall.
rdes Werks zu, welcher mit entblößtem Haupte
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