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Potemkin oder Herr und Leibeigener : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhunder / von Gustav Nieritz
Entstehung
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kann ſtolz auf die Ehre ſein, auf ſeinem ſteil aufſpringenden Gipfel das erzene Reiterbild des großen Czaren Peter I. zu tragen, und unſrer Kaiſerin Catharina II. dafür großen Dank

wiſſen, die auf dieſe Weiſe ihrem hohen Ahnherrn ein ewiges

Denkmal ſetzen will.

Hier ſchwieg Bergmann. Denn ſein Wagen war nun in die Nähe des wandernden Felſens angelangt und er wie die Seinen hefteten jetzt ſtumm ihre ſtaunenden Blicke auf das wunderſame Bild vor ſich. Endlich hob Frau Berg⸗ mann an:Sieht es nicht aus wie ein geſtörter Ameiſen⸗ haufen, deſſen kleine Bewohner ſich abmühen, einen großen, eingedrungenen Rieſen aus dem Wege zu räumen 2

Wie lange iſt er ſchon unterwegs? fragte Johanna.

Was wird er koſten, bis er an Ort und Stelle kommt? forſchte der berechnende Fedor.

Wenn nur kein Menſch dabei verunglückt! ſeufzte die mitleidige Friederike.

Ganz ohne Unglücksfall wird es wohl nicht abgehen verſetzte Bergmann,und leicht kann die Reiſe dieſes Stein⸗ rieſen bereits mehr wie ein Menſchenleben gekoſtet haben.

Das Horn ertönt fuhr Frau Bergmann fort 0 ſeht, es verkündigt den geplagten Menſchen und Thieren eine Ausruhezeit. Ei, wie raſch ſie insgeſammt dem Rufe gehorſamen! Dieſe eilen nach den Waſſerfäſſern hin, einen friſchen Labetrunck zu thunz jene ziehen ein Stück Schwarzbrot aus der Taſche und verzehren es mi und wieder Andere überlaſſen ſich ſitzend ode willkommenen Ruhe. Doch dieſe währte nur wenige Secunden. H