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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Als Freund endlich zu ſprechen vermochte, ſagte er zum Kupferſchmidt:Was und wo wär' ich jetzt ohne Euch?! Gott lohne Euch tauſendfach, was Ihr an mir und den Meinen gethan habt. Er ſegne Euch und die Euren bis ins tauſendſte Glied! Ach, hätten doch Alle einen ſolchen getreuen Nachbar!

Macht mich nicht ſchamroth, Nachbar! ver⸗ ſetzte Hüfner.Ich hatte ja helfen den Karren hin⸗ einſchieben; da wars ja wohl auch meine Pflicht, ihn wieder herausziehen zu helfen. Uebrigens haben Alle,

die Ihr hier um Euch ſeht, freudig mitziehen helfen. Vor Allem aber laßt uns Den erheben, ohne deſſen Se⸗ gen all' unſre Anſtrengungen fruchtlos geblieben ſein würden. Darum laßt uns fröhlich ſingen:

Allein Gott in der Höh ſei Ehr

Und Dank ſei ſeiner Gnade! ſiel der ganze Chor einſtimmig und andächtig ein.

Sie ſangen den Vers zu Ende und gaben ſomit dem Gaſtmahle die rechte Weihe. Dann erſt wurden ſie recht fröhlich und, wie man ſagt, in ihrem Gott

1 vergnügt. Frau Freund verglich ſich in ihrer Freude

1 und in ihren Gedanken mit dem Vater in der Bibel,

zu welchem der verlorene Sohn reumüthig und als ein

gebeſſerter Menſch zurückkehrt.

Ueber den Fröhlichen aber that ſich der Himmel

auf und die himmliſchen Heerſchaaren muſicirten gar lieblich und ſangen mit unnachahmlichen Stimmen, und vor allen Engeln war große Freude über einen Sünder,