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„ſeid es aber hoffentlich nicht mehr? Und dann ver⸗ gebe ich Euch von ganzem Herzen.“
„Dank! Dank!“— ſprach Freund eintönig und noch immer knieend.
„So ſteht doch auf, Nachbar!“— rief Hüfner und wollte den Knieenden aufrichten. Doch dieſer ſträubte ſich dagegen.
„Ich muß“— ſagte er—„knieend mein Todes⸗ urtheil oder meine Begnadigung empfangen. Sagt mir alſo: lebt mein gutes Weib— leben meine unglücklichen Kinder noch? Nur an Euch, ſonſt an Niemanden, wagte ich dieſe Frage zu richten.“
„Sie leben— ſie leben Alle und ſind geſund!“— rief Hüfner tröſtend.
„Im tiefſten Elende? nicht ſo?“— fragte Freund bebend.
„Nein! nein!“— verſetzte Hüfner eifrig—„ſie haben zu leben— wohnen noch immer mir gegenüber— wollt Ihr die Eurigen nicht ſehen? nicht aufſuchen? Ich werde Euch zu ihnen begleiten.“
„Nein!“— ſprach Freund feſt—„ich bin ja nicht werth, daß ich unter ein Dach trete, wo ich“— Freunds Stimme brach im Schmerze—„ein tugendſames Weib mißhandelte und meinen Kindern zum fluchwürdigen Bei⸗ ſpiele ward. Dank, nochmals Dank für Eure Verge⸗ bung und Mittheilung.“
Langſam ſtand der Knieende auf und wendete ſich zum Fortgehen.
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