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er bei einem zufälligen Aufblicke nicht weit von ſich einen bleichen Mann gewahrte, welcher auf ſeinen Knieen lag und jetzt ſtumm und flehend die gefalteten Hände gegen ihn ausſtreckte. Der Knieende mit ſeinen großen, ſtill daher bohrenden Augen, mit ſeinen ſchmalen, farbloſen Lippen, ſeinen hervorſtehenden Backenknochen und ſeinem halbnackten Haupte glich in ſeiner Schweigſamkeit und Stellung einem Geſpenſte, das aus dem Erdboden empor⸗ geſtiegen war. Meiſter Hüfner war dermaßen erſchrocken, daß der Kaffeekeſſel aus ſeinen Händen und laut ſchallend zu Boden fiel. All ſeinen Muth zuſammennehmend, ſprang er von ſeinem Schemel auf und einen Schritt vorwärts gehend, fragte er mit ſtockender Stimme:
„Wer ſeid— was wollt Ihr?“
Einige Secunden ſah ihn das Geſpenſt mit einem unbeſchreiblichen Blicke voll Jammers und Zerknirſchung an, bevor es die bleichen Lippen öffnete und die heiſer geſprochenen Worte hervorhauchte:
„Ich bin Freund,— Euer böſer Nachbar!“
„Jeſus! Jeſus!“— rief Hüfner voll Entſetzen und ſchlug die Hände zuſammen.
„Ich komme“— fuhr der Knieende tonlos fort— „Eure Vergebung zu erflehen. Ich ſtahl Euer Zeichen von der Eiſenſtange und warf es in die Elſter. Ich verſteckte mich in Euer Haus, um Euch zu berauben. Ich war Euer bitterſter Feind!“
„Ihr waret es“— verſetzte Hüfner erſchüttert—


