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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Zunächſt haben wir dies den beiden Kupferſchmidts⸗ ſöhnen zu verdanken antwortete Frau Krumbt welche ſeit deinem Krankſein alle Morgen, von 4 Uhr an, in unſerm Garten gewacht und die Obſtdiebe ver⸗ ſcheucht haben. Dann haben ſie alle der Kupfer⸗ ſchmidt, ſeine Frau, die beiden Söhne, deine Schweſter und deren Kinder, unſer Gottlieb und Hannchen, bei der Obſtleſe geholfen, haben davon gleich an Ort und Stelle viel verkauft, das Uebrige hierhergeſchafft und helfen uns noch alltäglich beim Schälen und Abbacken des Obſtes. Die fünfzig Thaler Pachtgeld ſind bereits wieder abgezahlt und ſomit reiche Vorräthe unſer Ge⸗ winn und Eigenthum.

Die lieben Jungen! ſprach Krumbt voll tiefer Rührung.Gott lohne ihnen und ihren Aeltern tauſend⸗ fültig, was ſie an uns gethan haben. Wenn ſie da ſein werden, ſo rufe ſie herein zu mir, liebe Rahel, daß ich mich bei ihnen bedanken kann. Du haſt ihnen doch von dem Obſte einen Vorrath zukommen laſſen?

Das verſteht ſich von ſelbſt entgegnete Frau KrumbtHüfners, wie auch deine Schweſter, haben einen gehäuften Tragkorb voll Aepfel, Birnen und Pflaumen erhalten, obſchon jene durchaus nichts anneh⸗ men wollten.

So iſts ſchön! lobte Krumbt.

Als derſelbe nach einem ſüßen Schlafe am Nach⸗ mittage erwachte, erhob ſich Frau Krumbt von ihrem

Sitze am Krankenbette, öffnete die Backſtubenthür und Nieritz. Die Nachbarn. 9