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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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wie betäubt der arme Meiſter in den Garten und nach dem Orte, wo der Strohmann im Graſe lag.

„Seht!“ rief hier Heinrich ans—„da iſt auch der Strick, an welchen der Strohmann gebunden und mit welchem das Schütteln des Aſtes bewirkt worden iſt. Man hat Euch gefoppt, Meiſter! Der Strick reicht bis zum Nachbargarten hin, von wo aus die Spottvögel

den Popanz regiert und, nachdem ſie Euch gefoppt, das

Strickende über die Planke geworfen haben, damit ſe ſich nicht verrathen möchten.“

„Das iſt— ächzte Krumbt—„der Nachtet— Collellteur geweſen! O die ausgeſuchte Bosheit, durch die ich bei einem Haare zum Selbſtmorde gebracht worden wäre! Ach, lieber Herrgott, verzeihe mir meine ſchwere Sünde. Aber nun fühle ichs, wie der Schreck mir in alle Glieder gefahren iſt. Wie Blei liegt mirs in den Beinen— kaum die Füße heben kann ich noch.“

Die Knaben führten den ſchwachen Mann in das Luſthaus zurück, wo ſie ihn durch dargereichten Kaffee zu ſtärken ſuchten. Doch Krumbt vermochte mit Mühe nur eine Taſſe voll hinter zu bringen.

„Bringt mich heim, Kinder!“ bat er matt.„Ich fühle es, daß ich den heutigen Schreck beliegen muß. O ihr unbarmherzigen Menſchen! Was habe ich euch gethan, daß ihr mich Aermſten ſo grauſam verhöhnet? Würden ſie wohl ſo früh das Bette verlaſſen haben, wenn ich ihrer Hülfe bedurft hätte, als ſie es, mich zu necken, thun konnten?“

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„