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„Es iſt gut, ihr Kinder! Setzt nur den Kaffee hin.“
„Sie möchten ihn ſogleich trinken“— ſprach Hein⸗ rich—„bevor er kalt wird.“
„Ja, das ſoll geſchehen, Kinder“— erwiederte Krumbt, welcher die Knaben gern los ſein wollte.„Geht nur, geht! Es iſt hier kalt und der Nebel könnte Euch auf die Bruſt fallen.“
„O der ſchadet uns gar nichts“— antwortete Herrmann lachend.„Aber, Meiſter Krumbt! haben Sie nicht vorhin geſchoſſen? Wir hörten tüchtig knallen. War etwa ein Obſtdieb da und haben Sie ihn ge⸗ troffen?“
„Ich weiß nicht“— ſtammelte Krumbt—„ge⸗ ſchoſſen habe ich— ob ich aber Jemanden getroffen habe, kann ich nicht angeben. Es war noch ſo finſter — ſeht ſelbſt nach, Kinder!“
Auf dieſe Weiſe hoffte Krumbt die Knaben von ſich fortzuſchaffen und dann wollte er raſch an ſein Auf⸗ hängen gehen.
Wirklich ging auch Herrmann; dagegen blieb Hein⸗ rich, welcher ins Luſthäuschen eingetreten war und die Kanne nebſt der Semmel hingeſetzt hatte, zurück. Ob der Knabe den Strick nebſt der Schlinge bemerkt und Krumbts ſchlimme Abſicht errathen haben mochte?
„Nun?“— drängte der Platzbäcker, dem der Angſt⸗ ſchweiß von der weißen Stirne perlte, während ſeine Zähne vor Froſt zuſammenklappten— willſt du nicht mit deinem Bruder gehen und nachforſchen?“


