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Aber“— er ſprang haſtig empor—„wird mir dieß die Obrigkeit glauben? Wird man mich nicht als einen Mörder auf das Blutgerüſt führen, oder, was noch ſchrecklicher wäre, zeitlebens ins Zuchthaus ſtecken? Ins Zuchthaus unter lauter Verbrecher und Böſewichter. Wegen eines Schockes Aepfel, die kaum einige Groſchen werth ſind, habe ich einen meiner Mitmenſchen umge⸗ bracht! O wie gern gäb' ich jetzt alle Pflaumen, Aepfel und Birnen im ganzen Garten— in der ganzen Welt hin, wenn ich den unglücklichen Schuß ungeſchehen machen könnte. Wie kurze Zeit nur noch wird es wäh⸗ ren, ſo kommen die Häſcher mich zu holen und führen mich vor dem gaffenden Volke ins Gefängniß! Das ertrage, das überlebe ich nicht. Ehre und gutes Ge⸗ wiſſen verloren: Alles verloren!“
Verſtört und wirren Blickes ſah Krumbt um ſich. Da mußte, wie vom Teufel angeſtellt, ein Stück Strick im Luſthauſe liegen. Daſſelbe ſchien dem Verzweifelnden ein Fingerzeig zu ſein, wie er all ſeiner Noth und Qual ein ſchnelles Ende machen könne. Mechaniſch griff er nach dem Stricke, hing ihn an einen Haken in der Wand und knüpfte eine Schlinge hinein. Dabei ſprach er traurig:„Mich dauerts zwar, daß ich meine liebe Frau, meine Söhne und meine beiden Mätzchen verlaſſen ſoll. Doch müßte ich das nicht gleichfalls, wenn ich aufs Schaffot oder in das Zuchthaus käme? Was ſoll, was hatte ich denn in dieſer Welt? Ach, nichts als Nah⸗ rungsſorgen und von der gottloſen Jugend Spott und
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