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als daß er ſeine Drohung wahr gemacht hätte. Nur ſchrecken, nicht treffen wollte er den Apfeldieb. Darum zielte er mit der Flinte tief unter deſſen Beine. Aber, wenn der Schuß aus dem Rohre iſt, ſo wird er des Teufels.
Das Pulver blitzte auf, der Schuß hallte nach und demſelben folgte das augenblickliche Praſſeln und Knacken der Aeſte, welches den Sturz des Apfeldiebes begleitete. Schwer dröhnend klatſchte derſelbe in das Gras nieder, wo er regungslos und längelang liegen blieb.
So mochte dem Kain, dem erſten Todtſchläger, nach dem vollbrachten Brudermorde zu Muthe geweſen ſein, wie jetzt dem armen Krumbt. Ein eiſiger Schauer überrieſelte dieſen. Aus der zitternden Hand zur Erde ſank das Mordgewehr und, von allen Furien verfolgt, entfloh der Platzbäcker der fluchbeladenen Stätte. Aber nicht weit. Dann ſtand er mit emporgeſträubtem Haar und froſtklappenden Zähnen, um mit weit aufgeriſſenen Augen hinzuglotzen nach dem Erſchoſſenen. Mit verhal⸗ tenem Athem horchte Krumbt. Kein Laut! kein Weh⸗ ruf! kein Aechzen! der Obſtdieb war eine Leiche!
Die Kniee brachen unter dem unglücklichen Platz⸗ väcker zuſammen. Trübſeliger konnte das ſündige erſte Aelternpaar nach dem Apfelbiſſe nicht aus dem Para⸗ dieſe geſchlichen ſein, als jetzt Krumbt aus dem Garten in das Luſthaus zurück. Auf ſeine Kniee ſank er hier.
„Gott! du weißt es“— ächzte er matt und mit
gefaltenen Händen—„daß ich ihn nicht treffen wollte.


