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ein wahrer Narr aufs Obſt. Was für Obſt könnte ich nicht in meinem Backofen dörren und dann ſpäter mit Gewinn verkaufen! Zeit und Leute zum Schälen hätte ich. Ich, Hannchen, Gottlieb und meine Frau, der ich auch einmal eine Veränderung gönnte, ſchälten in die Millionen. Das gäb' einen Spaß! Aber ſo ein 50 Thälerchen Pacht könnte es wohl koſten. Ich wollte ſie redlich wieder bezahlen, aber wer wird ſie mir armen Schlucker borgen?“*
„Ihr ſollt ſie geborgt bekommen, Meiſter Krumbt!“ — ſprach Hüfner.—„Hier meine Hand darauf. Schließt immer den Pacht ab und holt Euch dann bei mir das Geld, wann Ihr wollt.“
Da rieb ſich Krumbt freudig wieder die Hände und bedankte ſich ſchön.
Heinrich dagegen ſagte beim Heimgehen zu ſeinem Vater:„Wollen wir nicht lieber gleich dem guten Krumbt die 50 Thaler ſchenken?“
„Nein, mein Sohn!“— verſetzte Hüfner.—„Mit dem Schenken muß man ſehr vorſichtig ſein, weil man damit nur zu leicht Böſes ſtatt Gutes ſtiften kann. Durch das Schenken macht man die Leute träge und arbeits⸗ ſcheu. So lange Meiſter Krumbt und die Seinen ge⸗ ſund und von anderen Unglücksfüllen verſchont bleiben, wollen wir ihnen kein Geſchenk aufdringen.“


