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den Tiſch, auf welchen ſie den Keſſel mit dem Gelde geſtellt hatten, und erwarteten mit Ungeduld die Heim⸗ kehr des Vaters.
Als deſſen Tritte in der Hausflur ſchallten, breitete Frau Hüfner raſch ein Tuch über den Keſſel aus und ging dann ihrem Manne mit der Frage entgegen:
„Nun, lieber Mann, biſt du glücklich geweſen? Wirſt du das Geld geliehen bekommen?“
Betrübt ſchüttelte Hüfner das Haupt.„Nein!“— ſprach er verſtimmt—„kein Menſch mag mir auf ein Haus Geld leihen, auf welches ich nur 133 Thaler an⸗ gezahlt habe. Ich ſehe ſchon im Geiſte, daß, wenn ich den erſten Zahlungstermin nicht halten kann, das Haus nochmals verſteigert wird und daß ich dann ſämmtliche Koſten tragen muß. Ich habe einen dummen Streich
gemacht, obſchon meine Abſicht gut war.“
„Mein liebes Männchen,“— verſetzte die Mutter freundlich—„wer machte nicht zuweilen einen dummen Streich!? Auch deine beiden Söhne haben einen ſol⸗ chen gemacht und zwar ohne eine gute Abſicht, als ſie den ehrlichen Platzbäcker foppten. Aber ſie haben ihr Vergehen bitter bereut und bitten dich darum recht herz⸗ lich, daß du ihnen wieder freundlich ſein möchteſt. Nach⸗ dem ſie dich manchmal durch ihre Wildheit und ihren Leichtſinn gekränkt haben, wollen ſie dir auch einmal eine kleine Freude machen. Da ſieh, was deine Kinder dir zugedacht haben.“
Frau Hüfner nahm das Tuch vom Keſſel hinweg
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