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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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und lachte faſt laut.—„Ja, derſelbe hat es und kein Andrer. Ich ging nämlich dieſen Morgen zu ihm, als vor die rechte Schmiede, wo ich erfahren könnte, vb das Loos echt und richtig ſei. Es war echt— richtig— hatte gewonnen und da mich Herr Thieme genau kennt und er gerade bei Gelde war, ſo zahlte er mir gegen Aushändigung des Lvoſes den Gewinn, nach Abzug ſämmtlicher Koſten, aus. Hier iſt das Geld.“

Krumbt ging in den einen Stubenwinkel, hob einen leeren Mehlſack empor, unter welchem mehrere volle Geldſücke verborgen waren, und ſagte mit leuchtenden Angen zur Kupferſchmidtmeiſterin:„Da, Frau Hüfner! tragen Sie heim, was Ihr Söhnlein gewonnen hat. Aus den 25 Thalern, wie hier Herr Funke vorgab, ſind, nach Abzug der Gebühren und Unkoſten 2100 und etliche Thaler geworden. Denn: nicht blos 100, ſondern 10,000 Thaler hat das ganze Lvos No. 3137 ge⸗ wonnen!“

Hierauf wendete ſich Meiſter Krumbt zum Sub⸗ collecteur und ſagte mit tiefer Entrüſtung:„Schäme ſich der Herr! Pfui und abermals pfui über eine ſolche Schlechtigkeit!“

„Was denn? was denn?“— ſtotterte der Col⸗ lecteur erblaſſend.—„Sollte ich mich etwa— in der Nummer geirrt haben? Wie war dieſelbe? Hm! hm! 31372 Muß doch gleich in meiner Liſte nachſehen. Ja, wirklich, ich habe mich verſehen. No. 1337 hat 100 Tha⸗ ler, No. 3137 dagegen das große Lvos: 10,000 Thaler,