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„Und trug es zum Platzbäcker Krumbt hin“— ver⸗ ſetzte Herrmann—„weil ich ſonſt niemanden wußte, den ich hätte fragen können.“
„Was ſagte dieſer?“— fragte Heinrich ge⸗ ſpannt.
„Er kenne die Sache ſelbſt nicht“— antwortete Herrmann—„weil er noch nie in die Lotterie geſetzt habe. Er wolle ſich aber erkundigen. Darum behielt er das Lvos an ſich.“
„Wenn Krumbt nur ehrlich iſt““— ſprach Hein⸗ rich beſorgt—„Und nicht das Lvos nimmt, zum Col⸗ lerteur geht und das Geld für ſich einkaſſirt. Arm iſt er und kann daher das Geld brauchen.“
„Er wird doch nicht?“— erwiederte Herrmann voll Angſt.
„Hm! man kann nicht wiſſen!“— meinte Heinrich.
—„Nachbar Freund war auch erſt ehrlich und wurde gleichwohl ſpäter ein Dieb und zuletzt gar ein Straßen⸗ räuber.“ 3
Die beiden Knaben, abſonderlich aber Herrmann, konnten faſt kein Auge zuthun, obgleich der Letztere ſehr müde von dem weiten Wege war. Das machten die Sorgen des Reichthums, die mit demſelben erwachen und aufwachſen.


