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ſein, als daß ich ſeine finſteren Mienen und ſein Schwei⸗ gen länger ertrage. Nun aber paß auf, was ich dir ſage. Ich tauche jetzt mit dieſem andern Seilende in der Hand unter“—
„Thue das um des Himmelswillen nicht!“ bat Herr⸗ mann voll Angſt.„Denke an das Wurzelnetz und wie ſchlimm es dir ueulich hier ergangen iſt.“
„Sorge nicht!“ verſetzte Heinrich.„Nun ich die Gefahr kenne, werde ich nicht wie eine einfältige Maus in die Falle gehen. Alſo: du zählſt bis auf hundert. So lange kann ich den Athem an mich halten⸗ Bin ich dann nicht wieder aus dem Waſſer: ſo ziehſt du aus Leibeskräften an der Leine.“
„Wenn nun aber dieſe ſich um die Wurzeln ver⸗ ſchlungen hat?“— wendete Herrmann ein.
„Das werde ich ſchon zu verhüten wiſſen“— ant⸗ wortete Heinrich.„Geſetzt aber auch, es geſchähe ſos dann brauche ich nur die Beine loszulaſſen und ohne ſie aufzutauchen.“
Ohne eine weitere Einrede des Bruders abzu⸗ warten, ſtürzte ſich Heinrich hinab in die ruhige Waſſer⸗ tiefe. Mit ängſtlich pochendem Herzen ſaß Herrmann, das Seil in der Hand, am Ufer und zählte eifrig, daß ihm bald der Athem verging.
„Er kanns nicht bis hundert aushalten“— ſprach er zu ſich ſelbſt, da er bis achtzig gezählt hatte. Dar⸗ auf zog er mit zitternder Hand an dem Seile. Bei
dem erſten Rucke jedoch tauchte Heinrichs Haupt ſchon.


