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vielleicht von einem anderweit hier verunglückten Men⸗ ſchen her? Oder lag ein verſunkener Schatz hier in der Waſſertiefe?
„Vorſicht, Meiſter Weber!“ gebot der Stadtrichter dem Fiſcher—„Vorſicht! Gelaſſenheit!“
Mit geſpannter Aufmerkſamkeit hafteten aller Augen auf der naſſen Stange, welche kerzengerade und langſam aus der Waſſertiefe emporſtieg. Jetzt kam das Endel Jetzt der Eiſenbeſchlag— der Haken ſelbſt— endlich der Fund!
Ein grün verſchimmeltes, mit Schlamm angefülltes Gefäß, von welchem man nicht ſogleich wußte, ob es ein Keſſel oder ein irdener Aſch ſei, ward über dem Waſſer ſichtbar. Als aber ſeine untere Fläche nicht mehr von der des Waſſers getragen wurde, ſondern das Gefäß ſeine volle Schwere zurückerhielt: da fand es für gut, den Haken wieder zu verlaſſen und unter einem lauten Plumps in das naſſe Element zurückzukehren.
Ein ſchallendes Gelächter getäuſchter Erwartung und heitrer Laune begleitete dieſes Verſinken eines ver⸗ meinten Scherben, welcher auf wiederholtes Angeln nicht
wieder an den Haken anbeißen mochte, ſondern ſeinen bisherigen Ruheort der Oeffentlichkeit und neuer Dienſt⸗ barkeit vorzog.
Die obrigkeitliche Sendſchaft hatte den Thatbeſtand, wie er von den Knaben angegeben worden war, für richtig befunden und kehrte nach der Stadt zurück, um ihren Bericht an die Regierung abzufaſſen.


