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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Urſache ein finſteres Geſicht zu ziehen. Denn der Raths⸗ bote Andrich erſchien abermals, um das Brüderpaar zu einem Stelldichein zu beſtellen. Diesmal aber ſagte Meiſter Hüfner kein Wörtlein, ſondern hämmerte ſchmol⸗ lend fort. Der Ort der Zuſammenkunft jedoch war nicht wieder das Rathhaus, ſondern dieſelbe Flußſtelle, wo die Lebensrettung bewirkt worden war. Hier fanden ſich, mit Ausnahme des Zieglers, ſämmtliche Betheiligte ein: die fünf Knaben und außerdem eine Unterſuchungs⸗ cvmmiſſion, beſtehend aus dem Stadtrichter, dem Actuar, zweien Gerichtsdienern und einem Fiſcher, welcher Letztere mit dem erforderlichen Stangenzeuge verſehen war, um die Tiefe und ſonſtige Beſchaffenheit der gefahrvollen Flußſtelle zu unterſuchen.

Mit deutſcher Bedächtigkeit und Gründlichkeit ward dieſe Unterſuchung ausgeführt, die Stelle mehr als ſechs Ellen tief, daher gefährlich, und das Wurzelgewebe als wirklich vorhanden befunden. Bei den wiederholt mit einem langen Fiſcherhaken ausgeführten Meſſungen der Waſſertiefe ereignete ſich ein Umſtand, welcher auf die anweſenden Männer faſt keinen, auf Heinrich Hüfner vagegen einen wichtigen Eindruck hervorbrachte.

Bei dem einen Heraufziehen der hakenverſehenen Stange aus der Waſſertiefe rief der damit beſchäftigte Fiſcher lebhaft aus:„Ich fühle am Gewichte, daß etwas Schweres am Haken hängt.“

Dieſe Worte erregten die Neugierde der Anweſen⸗ den in nicht geringem Grade. Rührte das Anhängſel