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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ſie die ganze Geſchichte haarklein erzählten. Dabei verfehlte Heinrich nicht, allerliebſte Luftſchlöſſer zu er⸗ bauen.

„Mutter!“— ſagte er—„wenn der Vater durchaus nichts von der Sache wiſſen und hören will: ſo darf ich wohl die zehn Thaler für mich behalten?“

„Wenn du ſie nur ſchon hätteſt!“ verſetzte Frau Hüfner ungläubig.

„Nun ig meinte Heinrich.„Wenn ich ſie nun aber wirklich bekäme, ſo gäbe ich fünf Thaler davon Ihnen, Mutter, vier Thaler der Frau Freund, weil ohne deren Auguſt ich niemanden hätte aus der Elſter helfen können, und einen Thaler behielte ich für mich.“

„Vier Thaler würden der armen Frau auch nicht viel nützen“— ſprach die Mutter—„die in vierzehn Tagen ihr Haus mit dem Rücken anſehen muß.“

„Unſer Vater könnte es erſtehen“— erwiederte Heinrich.

„Wenn kleine Steinchen Geld wären“— ſagte die Mutter lächelnd.

„Im Ernſt jetzt, Mutter 1 nahm Heinrich wieder das Wort.„Dürfte ich mit den 10 Thalern ſo machen, wie ich geſagt habe?“

„Ich habe nichts dagegen“— antwortete die Mut⸗ ter.„Die fünf Thaler würde ich für dich aufheben, bis du deren einmal recht benöthigt wäreſt.“ 3

„Gut, meine liebe Mutter ſprach Heinrich erfreut.

Nach einigen Tagen bekam Meiſter Hüfner wieder