und ſchalt ſeine Frau aus, daß dieſe ihm nicht ſogleich den verlangten Kaffee vorſetzte. Daß daher Freunds Laune nicht die beſte war, kann man ſich vorſtellen. „Guten Morgen, lieber Nachbar!“ ſprach Meiſter Hüfner mit Herzlichkeit, indem er auf ſeinen bisherigen Feind losging und ihm die Hand darbot.„Wie ich er⸗ fahren, ſo habe ich Euch durch mein lautes Hämmern geärgert und Euch oftmals aus dem Hauſe vertrieben. Das thut mir leid und ich bitte Euch deshalb um Ver⸗ zeihung. Auch gelobe ich, Euch in Zukunft mit meinem Gehämmer zu verſchonen. Ich habe bereits meinen gro⸗ ßen Ambos in den Hof geſchafft und Sorge getragen, daß, wenn ich ja etwas noch in meiner Werkſtatt lärmen muß, die Fenſter fein zugeſchloſſen werden. Durch mein Lärmen ſeid ihr ferner vom Bücherleſen abgehalten wor⸗ den, was ich ebenfalls beklage. Denn das Leſen iſt im⸗ mer beſſer als das müßige Umherſchlendern in Schänk⸗ wirthſchaften, wobei der Geldbeutel und die ganze Wirth⸗ ſchaft nicht wenig leiden. Seht dieſes Buch. Es ent⸗ hält eine Seefahrergeſchichte, ſo wunderſam und unter⸗ haltend, wie keine andere. Mit ihr mögt Ihr den An⸗ fang Eures Leſens machen und nichts ſoll Euch dabei ſtören. Aber, nicht wahr? wann Ihr mit Leſen fertig ſeid, macht Ihr auch einen Sud Seife und verſteht Euch zum Lichterziehen und Lichtergießen? So nur könnt Ihr beſtehen und Euch freuen. Sollte es Euch
an Unſchlitt und Inſelt fehlen, ſo werde ich für die An⸗
ſchaffung Sorge tragen.“
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