Druckschrift 
Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Hier ſagte der Meiſterdieſen Hammer hältſt du gegen dieſe Niete vor, damit ich ihre Kuppe 5 breitſchlagen kann.

Heinrich that, wie ihm geheißen worden.

Warum ſprach nach einer Weile der Vater warum wendeſt du dein Geſicht ſo weit ab? Fürch⸗ teſt du etwa, daß dir ein Splitter ins Auge fahren könne, oder hat der Mosje wieder einen dummen Streich gemacht? Herum mit dem Geſichte! Ha! richtig erra⸗ then! Das ganze Auge blitzblau und aufgeſchwollen! Junge, Range, Taugenichts! was hat Er wieder einmal geſtiftet?

Ich habe mich geſtoßen verſetzte Heinrich kleinmüthig.

Sprich lieber: gerauft, gehauen, mit Steinen ge⸗ worfen, vom Baume oder von der Treppe herabgeſtürzt eiferte der Vater.Ich werde mich erkundigen. Wehe dir aber, wenn du mich belogen haſt! Dann ſoll dein Rücken nicht minder blau werden wie es dein Auge ſchon iſt.

Nach dieſen Worten erfaßte der Meiſter ſeinen Hammer wieder und die Arbeit begann auf's Neue. Bald aber hielt der Vater inne.Es thut wohl weh?

fragte er mit milderem Tone.Das Auge ſchwillt zu⸗

. ſehends auf.

.Es geht noch an entgegnete Heinrich, über des Stiefvaters Theilnahme.

So! nun wenn du es beſſer weiße ſprach der

3 2

3